Der Arbeitsmarkt im IT-Sektor erholt sich. Dies kann jedoch nur gut ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte freuen, die in den begehrten Schwerpunktbereichen tätig sind bzw. einsteigen wollen, denn die Zeiten, in denen Vakanzen auch gerne mit Quereinsteigern und IT-lern ohne Abschluss besetzt wurden, sind endgültig vorbei.
Laufend neue Innovationen und Technologien
Beleben den Markt für Informationstechnik und Telekommunikation, für den in den kommenden Jahren wieder ein stabiles Wachstum erwartet wird. Der Bundesverband der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.v. BITKOM, prognostiziert alleine für Westeuropa steigende Umsätze um3% für die Jahre 2005 und 2006. Doch auch die anderen Weltmärkte werden noch wachsen und da will die deutsche Wirtschaft natürlich partizipieren. Neben den bekannten Global Playern gibt es erfreulicherweise in dieser Branche auch einen soliden Mittelstand, der mit innovativen Technologien glänzt. So macht sich Zuversicht breit und es werden das erste Mal seit fünf Jahren wieder neue Arbeitsplätze geschaffen.
Die Zukunft der Branche liegt in den Bereichen Software, IT-Services und Telekommunikations-Dienstleistungen. Hier werden Fachkräfte vor allem im Bereich Programmierung und Beratung gesucht. Auch in der Qualitätssicherung und -optimierung, in der Entwicklung, Beratung und Einführung von SAP-Software haben ITler derzeit gute Chancen.
Weniger gute Karten haben die Kreativen für Webdesign und Redaktion. Nach dem Internet-Boom und dem darauf folgenden Zusammenbruch vieler Geschäftsideen hat der Arbeitsmarkt die Schwemme der Fachkräfte für diesen Bereich offenbar noch nicht verdaut. Gleiches gilt für die E-Commerce Branche. Obwohl sie ein Teilbereich der wachsenden IT-Services ist, stellt sich die Situation für Stellensuchende nicht rosig dar. Doch dieser Markt kann noch wachsen, denn derzeit werden fast 90% aller Umsätze im E-Commerce unter Unternehmen (B-to-B) getätigt. Der private Konsumentenmarkt (B-to-C) birgt also noch einiges an Potenzial, um auch den Arbeitsmarkt in diesem Segment zu entspannen.
Fachkräftemangel in der IT-Branche für viele Jobkategorien nach wie vor ein Thema
Insbesondere, da Unternehmen ihre Stellen am liebsten mit hochqualifizierten studierten Informatikern besetzen. Somit fällt die Suche nach geeigneten Programmierern und anderen Software-Spezialisten nicht leicht. Stetig sinkende Zahlen von Studienanfängern im Bereich Informatik lassen weitere Engpässe für die Zukunft erwarten, so dass die Schwierigkeiten, geeignete IT-Kräfte zu finden, für viele Unternehmen wohl leider bestehen bleiben. Aus diesem Grund steht muss befürchtet werden, dass neben der Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der Produktion auch der Trend zum Off-shoring weiter gehen wird, d.h. Entwicklungs- und Dienstleistungsabteilungen werden in preiswertere Länder mit größerem Arbeitskräfteangebot verlegt und so werden beispielsweise Programmierarbeiten für deutsche Kunden in Russland oder Indien durchgeführt.
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