Fach- und Führungskräfte werden in der IT-Branche händeringend gesucht. Wir zeigen Ihnen, in welchen Bereichen es besonders gute Job-Aussichten für IT-Spezialisten gibt.
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In den letzten Jahren sind Informatik-Kenntnisse aufgrund des verstärkten Einsatzes von Informationstechnologien in allen Bereichen der Wirtschaft zu Schlüsselqualifikationen geworden. Ein Weg zur Erlangung solcher Informatik-Kenntnisse ist das Universität-Studium. Bisher erreichte man mit diesem den Titel des Diplom-Informatikers, allerdings beginnen die neuen Studiengänge mit <link>Bachelor- und Masterabschluss</link> sich auch an Universitäten durchzusetzen. Auf diese wird in einem eigenen Punkt näher eingegangen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Diplom-Informatiker sind zur Zeit überall sehr gut, und diese Situation wird sich aller Voraussicht nach auch mittelfristig nicht ändern.
Hier erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den IT-Universitäts-Studiengängen.
Im Gegensatz zu den praxisorientierten Studiengängen der Informatik an den Fachhochschulen legen die Universitäten großen Wert auf die Vermittlung der theoretischen Grundlagen und der neuesten wissenschaftlichen Forschung. Diplom-Informatiker sind daher die Architekten der Informationstechnologie.
Studierende eines Informatik-Universitätsstudiums eignen sich fachübergreifendes Denken und Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens an, die sie zu Tätigkeiten in der Entwicklung neuer Technologien und kreativer Gestaltung komplexer Systeme für höchste Ansprüche in der Informationstechnik befähigen.
Interessengebiete der Informatik sind unter anderem Informationsverarbeitung, Rechnersysteme, Informationsverarbeitende Systeme und anpassungsfähige Softwaresysteme für verschiedene Anwendungsbereiche.
Ein übergeordnetes Ziel des Studiums ist es, sich kritisch mit den Beweggründen auseinanderzusetzen, von denen wissenschaftliche Forschung und berufliche Praxis bestimmt werden. Studierende der Informatik sollten sich der Verantwortung bewusst sein, die sie durch ihr Wissen und ihre Tätigkeit der Gesellschaft gegenüber haben, denn die Anwendungen der Informatik haben soziale, wirtschaftliche und rechtliche Konsequenzen.
Studiendauer
Für die Informatik-Diplom-Studiengänge an der Universität wird eine Regelstudienzeit von acht bis zehn Semestern angesetzt. Das Studium besteht wie alle Studiengänge aus einem Grundstudium und einem Hauptstudium. Im Grundstudium werden Überblick und Grundlagen gelehrt, es sollte in der Regel 4 Semester umfassen; im Hauptstudium werden dann die eigenen Interessen vertieft und Anwendungen kennen gelernt, dies sollte am Ende des 10. Semesters abgeschlossen sein.
Am Ende des Studiums steht eine Diplomarbeit, deren Bearbeitungszeit sechs Monate nicht überschreiten darf. Das Thema dieser unter Anleitung durchgeführten wissenschaftlichen Forschungs- und Prüfungsarbeit legt der Student/die Studentin gemeinsam mit ihrem fachlich zuständigen Hochschullehrer fest.
Praxisorientierung
Manche Studienordnungen sehen ein berufsorientiertes Praktikum vor oder während des Studiums vor. Durch die Mitarbeit an technischen Aufgaben sollen die angehenden Informatiker mit Ihren späteren Tätigkeiten im Beruf vertraut werden.
Es ist empfehlenswert, sich ausreichende Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache und der zugehörigen Kultur anzueignen. Denn internationale Verbindungen und Abstimmungen zu technischen Fragen erfordern besonders in der IT-Branche mindestens sichere Kenntnisse der englischen Sprache.
Informatik (ohne weitere Spezialisierung)
Mit besonderem Gewicht auf einem Ergänzungsfach bereitet dieser Studiengang nicht nur auf Tätigkeiten im engeren Aufgabengebiet der Informatik vor, sondern auch auf vermittelnde Tätigkeiten zwischen dem Informatikbereich und den verschiedenen Anwendungsgebieten.
Technische Informatik/Ingenieurinformatik
Angesichts enormer Fortschritte in der Mikroelektronik und steigender Komplexität im IT-Bereich bewahren Technische Informatiker auch in kleinen Teilentwicklungen einen Gesamtüberblick und verfügen über ein fachübergreifendes Wissen aus den Disziplinen Elektrotechnik und Informatik.
Wirtschaftsinformatik
Die Wirtschaftsinformatik an den Universitäten stellt die Überdeckung der beiden Disziplinen Informatik und Wirtschaftswissenschaften dar und hat neue Gesichtspunkte und Methoden hervorgebracht, die es zuvor in keiner der beiden Fachrichtungen gegeben hat.
Medizinische Informatik
Das Studium der Medizinischen Informatik bereitet auf berufliche Einsatzgebiete im Gesundheits- und Krankenhauswesen sowie der Ärzteschaft vor.
Angewandte Informatik
Durch spezielle Ausrichtung auf naturwissenschaftliche oder mathematische Anwendungsgebiete werden genau die Qualifikationen vermittelt, die in fast allen Zukunftstechnologien benötigt werden.
Wer einen IT-Studiengang an einer Hochschule belegt, entscheidet sich damit für die qualifizierteste, aber auch umfangreichste und wissenschaftlichste IT-Ausbildung mit der längsten Dauer. Die formale Voraussetzung für einen universitären IT-Studiengang ist das bestandene Abitur, die allgemeine Hochschulreife.
Über das Studium hinaus wird es das ganze Berufsleben lang wichtig sein, sich weiter zu qualifizieren. Informatik-Studiengänge sind das Richtige für denjenigen, dem Mathematik schon immer viel Spaß gemacht hat und der gerne im Team über komplexe Aufgabenstellungen brütet. Wer das alles mitbringt, braucht nur noch Fremdsprachenkenntnisse, speziell Computer-Englisch, und ist der geborene IT-Spezialist!
Diplom-Informatiker mit Hochschulabschluss haben zurzeit die besten Aussichten auf einen schnellen und qualifizierten Berufseinstieg, da für die beständig zunehmenden Aufgaben in der IT-Branche nur eine geringe Anzahl qualifizierter Bewerber zur Verfügung steht. Nach den aktuellen Zahlen aus Industrie und Berufsverbänden wird sich daran in absehbarer Zeit nichts ändern, auch nicht mit Blick auf die mittlerweile bundesweit steigenden hohen Anfängerzahlen. Die zurzeit bestehenden Ausbildungskapazitäten in allen Informatikstudiengängen reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken.
Je qualifizierter die Ausbildung ist, desto mehr werden Schlüsselqualifikationen wie Team- und Führungsfähigkeit und Fremdsprachenkenntnisse von den Absolventen erwartet. Denn Unternehmen wünschen sich potenzielle Führungskräfte, denen sie nach Einarbeitung und der ersten erfolgreichen Mitarbeit im Team auch eigene Projektverantwortung und Führungspositionen übertragen können. Wer diese Bereitschaft und zusätzlich die Fähigkeit zur analytischen und kreativen Problemlösung mitbringt, hat eine große Karriere im IT-Bereich vor sich.