Fach- und Führungskräfte werden in der IT-Branche händeringend gesucht. Wir zeigen Ihnen, in welchen Bereichen es besonders gute Job-Aussichten für IT-Spezialisten gibt.
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IT-Berufe sind stets heiß begehrt und durch eine Vielzahl von Ausbildungen zu erreichen. Wer sich für eine Ausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnologien entscheidet, hat gute Chancen auf einen abwechslungsreichen und langfristig sicheren Arbeitsplatz.
Hier erhalten Interessenten Hinweise zu Ausbildungswegen, Zukunftsaussichten und weitere wichtige Informationen.
Die Ausbildung und ihre Inhalte
Voraussetzungen und Chancen
Die IT-Ausbildungsberufe:
Fachinformatiker/-in Fachr. Anwendungsentwicklung
Fachinformatiker/-in Fachr. Systemintegration
IT-System-Elektroniker/-in
IT-System-Kaufleute
Informatikkaufleute
Weitere Informationen
Die Ausbildung und ihre Inhalte
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre für alle IT-Berufe. Jedes Unternehmen wählt seine Auszubildenden nach eigenen Kriterien aus und schließt mit ihnen die Ausbildungsverträge ab. Dabei kommen alle Betriebe in Frage, die über die fachlichen Möglichkeiten einer IT-Ausbildung verfügen - kleine, mittlere und große; solche mit generellen IT-Abteilungen im größeren Kontext und hoch spezialisierte.
Die Vermittlung von Kern- und Fachqualifikationen bildet die Grundlage der Ausbildung. Die Kernqualifikationen machen dabei 50 Prozent des Lehrplans aus und sind für alle IT-Berufe gleich. Sie stellen die Basis für alle zukünftigen beruflichen Tätigkeiten dar und umfassen unter anderem exemplarische Programmierung und Konzeption, Betriebswirtschaftslehre und Service und Support von IT-Systemen. Praxisgerechte Arbeitsaufträge bereits während der Ausbildung befähigen später zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren.
Die Fachqualifikationen sind je nach Berufsbild unterschiedlich. Die Einzelheiten können den detaillierten Berufsbeschreibungen entnommen werden. Ziel der Ausbildung ist natürlich zunächst die Abschlussprüfung vor der IHK. Hier sollen die Auszubildenden zeigen, dass sie auch in der beruflichen Praxis bestehen können. Deshalb orientieren sich die Prüfungsinhalte an Arbeitsaufgaben, die dem beruflichen Alltag entsprechen und Kenntnisse der Kern- sowie Fachqualifikationen voraussetzen.
Prüfungsteil I
1. Bereich: Betriebliche Projektarbeit und Dokumentation - Gewichtung 50 Prozent.
Hier legen Sie eine Projektarbeit vor, auf die Sie sich 35 Stunden oder drei Wochen lang vorbereiten konnten. Fachinformatiker haben für diese Aufgabe 70 Stunden zur Verfügung. Das Thema des Projekts soll am Tätigkeitsgebiet des Berufs und an den Anforderungen des Ausbildungsbetriebs orientiert sein.
2. Bereich: Präsentation und Fachgespräch - Gewichtung 50 Prozent. Vor dem Prüfungsausschuss präsentieren Sie Ihr Projekt und führen anschließend darüber ein kurzes Fachgespräch. Die Dauer dieses Prüfungsteils beträgt maximal 30 Minuten.
Prüfungsteil II
1. Bereich: Ganzheitliche Aufgabe 1 - Gewichtung 40 Prozent.
2. Bereich: Ganzheitliche Aufgabe 2 - Gewichtung 40 Prozent.
Für diesen schriftlichen Teil der Abschlussprüfung reicht es nicht, Fachwissen nur stur auswendig zu lernen. Denn im Mittelpunkt stehen aus der Berufspraxis entnommene Fallbeispiele. Wegen der Kombination von Theorie und Praxis spricht man hier von ganzheitlichem Wissen. Für die zwei schriftlichen Arbeiten stehen jeweils 90 Minuten zur Verfügung.
3. Bereich: Wirtschafts- und Sozialkunde - Gewichtung 20 Prozent.
Diese weitere schriftliche Prüfung enthält Fragen aus der Wirtschafts- und Sozialkunde und ist mit maximal 60 Minuten angesetzt.
Für das Bestehen der Prüfung müssen jeweils in den ersten beiden Bereichen beider Prüfungsteile mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden.
Formal wird lediglich der Hauptschulabschluss erwartet. Viele Unternehmen verlangen jedoch die mittlere Reife oder das Abitur. Die besten Chancen hat, wer schon einmal einen Job oder ein Praktikum in einem Unternehmen der Branche gemacht hat.
Freude am Umgang mit Computern und Menschen gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, um in einem IT-Beruf erfolgreich sein zu können. Mit der rasanten Entwicklung im Computerbereich können nur die IT-Fachkräfte mithalten, die sich ständig durch Schulungen weiterbilden, und nicht durch diese Vorstellung abgeschreckt werden, denn eineAusbildung in der Informationsbrache bedeutet den Einstieg in lebenslanges Lernen.ne. So wird der Beruf nie langweilig und verspricht mit immer neuen Herausforderungen auch die besten Karrieremöglichkeiten.
Als IT-Spezialist/-in haben Sie eine sichere berufliche Perspektive. Denn zur Zeit fehlen vielen Unternehmen gut ausgebildete IT-Fachleute. Und weil auch in Zukunft der Gebrauch von Computern immer weiter fortschreitet, wird sich daran so bald nichts ändern.
Ein weiterer Pluspunkt der Ausbildungen ist, dass neben der fundierten fachlichen Qualifikation der Umgang mit Kunden einen wichtigen Stellenwert hat und man Berufserfahrung sammelt. Die Chancen, nach der Ausbildung einen lohnenswerten Job zu finden, sind also gut.
Die Einstiegsgehälter für Fachkräfte aus IT-Ausbildungsberufen liegen nach den ersten Erfahrungen zwischen 1.600,- und 1.800,- €.
Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung müssen Kenntnisse zu den speziellen Anforderungen an Software im eigenen Unternehmen haben. In der Arbeit für Kunden ist darüber hinaus schnelles Eindenken in fremde Prozesse und Anwendungsumgebungen erforderlich.
Mit Ihren technischen, betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Fähigkeiten analysieren sie IT-Probleme und entwickeln Lösungen für individuelle Kundenbedürfnisse. Im Rahmen von Projekten stehen sie auch für Beratung, Betreuung und Anwenderschulungen zur Verfügung.
Typische Einsatzgebiete
Konzeption, Entwicklung oder Modifikation von
Fremdsprachenkenntnisse sind nicht unbedingt nötig in diesem Beruf, dafür aber ein starkes Interesse an Programmiersprachen und daran, neue Programme und Anwendungsumgebungen zu entwickeln.
Der Kontakt zu Kunden sollte Auszubildenden in diesem Beruf Spaß machen, denn zu ihrem Tätigkeitsgebiet gehören auch Projektbetreuung, Beratung und die Präsenz auf Messen. Fachinformatiker haben einen verantwortungsvollen Job, da sich Kunden und Ihre Firma auf ihn verlassen.
Ausbildungsinhalt
Neben den Kernqualifikationen erwerben Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung während der Ausbildung folgende Fachqualifikationen:
Konzeption und Realisierung kundenspezifischer Softwareanwendungen Test und Dokumentation von Anwendungen Modifizierung bestehender Anwendungen Einsatz von Methoden der Projektplanung, -durchführung und -kontrolle Programmierung von Softwaretools Präsentation von Anwendungen Applikationsmanagement Produktbereitstellung Anwendungs- und Kommunikationsdesign Fehlerbeseitigung unter Einsatz von Experten- und Diagnosesystemen Beratung und Anwenderschulung.
Fachinformatiker für Systemintegration planen und realisieren komplexe IT-Systeme durch Integration von Hard- und Softwarekomponenten. Dabei geht es zum Beispiel um Client/Server-Systeme und Mehrbenutzersysteme im eigenen Unternehmen oder im Kundenauftrag. Eigene Abteilungen oder Kunden erfordern selbstständige Komponentenkonfiguration, Systemeinrichtung, , Inbetriebnahme und Wartung. Moderne Experten- und Diagnosesysteme helfen, Störungen einzugrenzen und zu beheben.
Mit Ihren technischen, betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Fähigkeiten analysieren Fachinformatiker für Systemintegration IT-Probleme und entwickeln Lösungen für individuelle Kundenbedürfnisse. Im Rahmen ihrer Projekte stehen sie auch für Beratung, Betreuung und Anwenderschulung zur Verfügung.
Typische Einsatzgebiete
Entwicklung kundenspezifischer IT-Lösungen für
Rechenzentren Netzwerke Client/Server-Systeme Festnetze Funknetze
Besondere Fähigkeiten und Interessen
Die besten Vorraussetzungen für diesen Beruf hat, wer sich für die neuesten Entwicklungen auf dem Hard- und Software-Markt interessiert und immer genau weiss, welche neuen Programme oder Rechnertypen gerade erschienen sind. Spaß am Umgang mit Menschen und Kunden sind zudem wichtig, wenn der Beruf auf Dauer gefallen soll. Denn Systeme erstellen immer Teams, in Abstimmung mit den Anwendern, denen sie diese anschließend ausführlich erklären müssen.
Ausbildungsinhalt
Über die Kernqualifikationen hinaus werden in der Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/-in für Systemintegration folgende Fachqualifikationen vermittelt:
Konzeption und Realisation komplexer System der IT-Technik durch Integration von Softwarekomponenten Installation und Konfiguration vernetzter IT-Systeme Inbetriebnahme vernetzter IT-Systeme Einsatz von Methoden der Projektplanung, -durchführung und -kontrolle Fehlerbeseitigung mit Einsatz von Experten- und Diagnosesystemen Präsentieren von IT-Lösungen Beratung und Schulung der Benutzer.
Die Planung und Installation von kompletten Informations- und Telekommunikations-Systemen steht im Mittelpunkt dieses Berufsbildes. IT-Systemelektroniker stimmen Hard- und Softwarekomponenten genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ab und sorgen dafür, dass sie einwandfrei funktionieren. Bei Störungen und neuen Anforderungen an die Anlagen führen sie auch Services wie Baugruppen- und Geräteaustausch sowie Softwareanpassungen durch.
Typische Einsatzgebiete
Arbeitsplätze für IT-System-Elektroniker gibt es bei Unternehmen, die Hardware anbieten, sowie bei Netzbetreibern.
Besondere Fähigkeiten und Interessen
IT-Systemelektroniker/-in installieren und reparieren Computer und testen neue Programme. Dafür ist ein Interesse an Computertechnik natürlich eine wichtige Voraussetzung. Auch die Fähigkeit für logisches Denken darf nicht fehlen, um Fehler in komplexen Systemen analytisch aufzuspüren.
Azubis sollten sich darauf einstellen, später einen wichtigen und verantwortungsvollen Job zu übernehmen,denn sie sind dafür zuständig, dass die Computer in ihrer Firma problemlos funktionieren. Da am Aufbau eines Netzwerkes immer mehrere Spezialisten beteiligt sind, sollte ihnen auch die Arbeit im Team Spaß machen.
Ausbildungsinhalt
Folgende Fachqualifikationen bauen in der Ausbildung zum/zur IT-Systemelektroniker/-in auf die allgemeinen Kernqualifikationen auf:
Systemtechnik Montagetechnik Stromversorgung Netzwerke Serviceleistungen Instandhaltung Projektplanung und -durchführung Auftragsbearbeitung Projektkontrolle und Qualitätssicherung
Obwohl in diesem Beruf die Kenntnisse der IT-Systeme von zentraler Bedeutung sind, stehen doch die kaufmännischen Aufgabengebiete im Vordergrund. IT-System-Kaufleute beraten Kunden bei der Konzeption komplexer IT-Lösungen und entwickeln Vorschläge zur Kalkulation. Darüber hinaus sind sie zuständig für die Erstellung von Angeboten und die Erarbeitung von Finanzierungsmöglichkeiten.
In ihren Projekten übernehmen Sie die kaufmännische, technische und organisatorische Leitung und begleiten ihre Kunden von der ersten Beratung und der detaillierten Bedarfsanalyse bis zur endgültigen Übergabe des installierten Systems. Für ihr Unternehmen nehmen sie auch Marketingaufgaben wahr und führen Werbemaßnahmen durch.
Typische Einsatzgebiete
IT-System-Kaufleute werden überall dort gebraucht, wo bei Herstellung, Vertrieb oder Beratung in der IT-Branche kaufmännische Aufgaben anfallen. Die Palette der Arbeitgeber reicht von der öffentlichen Verwaltung über Großunternehmen bis zu IT-Systemhäusern, Schulungsunternehmen oder Multimediaagenturen.
Besondere Fähigkeiten und Interessen
Bei allem Spaß an Zahlen, den Kaufleute haben, sollten sie auch ein besonderes Interesse an Computertechnik mitbringen. Denn es hilft, wenn man über die neuen Programme oder Rechnertypen immer informiert ist und Kunden vor dem Hintergrund breiter Marktkenntnis umfassend beraten kann.
Im Kontakt mit Kunden und Kollegen sind auch persönliche Eigenschaften gefragt. Mit Menschen umzugehen und Verkaufsgespräche zu führen sollte Azubis dieser Fachrichtung ebenso leicht fallen wie das verständliche Präsentieren von Konzepten vor größeren Gruppen von Entscheidern.
Ausbildungsinhalt
Bei der Ausbildung zum/zur IT-System-Kaufmann/frau ergänzen folgende Fachqualifikationen die Kernqualifikationen:
Marketing Vertrieb Auftragsbearbeitung Analyse und Konzepte Projektplanung und -durchführung Projektkontrolle und Qualitätssicherung
Als Mittler zwischen den betriebswirtschaftlichen Prozessen von Firmen und den informations- und kommunikationstechnischen Anforderungen an IT-Systeme müssen Informatik-Kaufleute über ein umfassendes Fachwissen aus beiden Bereichen verfügen. Auf dieser Grundlage beraten sie Kunden und konzipieren individuelle IT-Lösungen. Die Analyse branchenspezifischer Prozesse und die Wirtschaftlichkeit der IT-Systeme stehen dabei im Vordergrund. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Kunden übernehmen sie auch die Schulung und Betreuung der Anwender.
Typische Einsatzgebiete
Überall wo im Zusammenhang mit Herstellung, Vertrieb oder Beratung in der IT-Branche kaufmännische Aufgaben bestehen, gibt es Einsatzgebiete für Informatik-Kaufleute. Dazu gehören IT-Systemhäuser genauso wie Multimediaagenturen oder Softwarehersteller.
Besondere Fähigkeiten und Interessen
Da der direkte Kontakt zu Kunden ein wesentlicher Bestandteil dieses Berufs ist, gehört Kommunikationsfähigkeit zu den wichtigsten benötigten Eigenschaften. Natürlich sollte es angehenden Azubis darüber hinaus Spaß machen, sich über die neueste Computertechnik auf dem Laufenden zu halten. Denn nur vor dem Hintergrund breiten Marktkenntnis können sie ihre Kunden umfassend beraten.
Ausbildungsinhalt
Informatik-Kaufleute erwerben in ihrer Ausbildung zusätzlich zu den allgemeinen Kernqualifikationen folgende Fachqualifikationen:
Branchenspezifische Leistungen in den Fachbereichen Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, öffentliche Verwaltung Rahmenbedingungen für den Einsatz von Informationstechnik Anforderungsanalyse und Lösungskonzepte Beschaffung und Bereitstellung der Systeme Projektplanung und -durchführung Projektkontrolle und Qualitätssicherung Benutzerberatung und -unterstützung
Alle wichtigen Informationen bieten die Arbeitsämter:
www.machs-richtig.de
Wesentliche Daten gibt es bei den zuständigen IHKs:
www.ihk.de
Informationen zu den neuen IT-Berufen:
BIBB Bundesinstitut für Berufsbildung
Umfangreiche Informationen über die genauen Prüfungsinhalte und Kommentare von IT-Azubis zur Abschlussprüfung: www.geck-online.de/itberufe
Ausführliche Beschreibung der Ausbildungsgänge und -inhalte - kostenlos:
Bundesministerium für Wirtschaft
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