IT, Telekommunikation, Informatik: IT-Studium an Akademie, Informatik-Studium an Akademie - Infos IT-Studiengänge Akademie, Informatik-Studiengänge Akademie
Fach- und Führungskräfte werden in der IT-Branche händeringend gesucht. Wir zeigen Ihnen, in welchen Bereichen es besonders gute Job-Aussichten für IT-Spezialisten gibt.
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Wer sich optimal für einen interessanten Job in der IT-Branche qualifizieren möchte, aber ein klassisches Hochschulstudium als zu theoretisch empfindet, für den ist eine Alternative die Ausbildung an einer Berufsakademie. Dort werden wissenschaftliche Lehre und anwendungsbezogenes Lernen in der Berufswelt miteinander verknüpft. Die dualen Studiengänge im IT-Bereich richten sich daher vor allem an praxisinteressierte Abiturienten und werden bereits in einigen Bundesländern, zum Beispiel in Baden-Württemberg und Sachsen, angeboten.
Die Besonderheit des dualen Studiums an der Berufsakademie liegt in der Verknüpfung eines Studiums auf Hochschulniveau mit der praxisbezogenen Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb. Das Ausbildungsunternehmen wird durch den Ausbildungsvertrag Lernort für die Praxis und die staatliche Studienakademie Lernort für die Theorie.
Das Studium an der Berufsakademie beginnt jeweils zum 1. Oktober und ist in zwei Stufen gegliedert: Das Vordiplom wird nach zwei Jahren erreicht, der Abschluss nach einem weiteren Jahr. Jedes Lehrgebiet schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Nach der Abschlussprüfung führen die Absolventen den Titel Diplom-Wirtschaftsinformatiker/-in (BA) oder Diplom-Ingenieur/-in (BA).
Studiendauer
Das Studium an der Berufsakademie dauert sechs Semester, in denen die Inhalte eines Hochschulstudiums vermittelt und zugleich in der Praxis vertieft werden. Berufspraktische und theoretische Ausbildungsphasen wechseln sich im Rhythmus von durchschnittlich 12 Wochen ab.
Praxisorientierung
Durch die Arbeit in den Praxisphasen lernen die Studierenden frühzeitig ihr berufliches Tätigkeitsfeld am späteren Arbeitsplatz kennen. Effektive und überschaubare Gruppen ermöglichen die Anwendung aktiver Lernmethoden wie Plan- und Rollenspiele oder Laborarbeiten. So werden über die fachlichen Kenntnisse hinaus wichtige Schlüsselqualifikationen und ein hohes Maß an Handlungs- und Sozialkompetenz vermittelt.
Praxisnähe und Wissenschaftsbezug erfordern einen entsprechend differenzierten Lehrkörper. Kompetente Dozenten sind daher neben den Professoren der Berufsakademie auch Professoren von Universitäten sowie speziell qualifizierte Praktiker aus Unternehmen.
Qualifikationen für den globalen Markt
Globalisierung ist ein starker Trend der Wirtschaft, dadurch nehmen Internationale Verbindungen zu - besonders in der IT-Branche. Die Qualifizierung im Rahmen des Studiums in mindestens einer Fremdsprache ist deshalb fester Bestandteil des Studienplans der meisten Fachrichtungen.
Darüber hinaus haben Studenten die Möglichkeit, ein Studien- oder Praxissemester im Ausland zu verbringen und dabei Arbeitsleben und Kultur kennen zu lernen und Ihre Sprachkompetenz zu verbessern. Diese Studienaufenthalte werden teilweise sogar von EU-Förderprogrammen unterstützt.
Finanzielle Unabhängigkeit
Studierende an staatlichen Studienakademien stehen zugleich während der gesamten dreijährigen Ausbildung in einem vertraglichen Ausbildungsverhältnis (Ausbildungsvertrag) mit ihrer Ausbildungsstätte. Der Ausbildungsvertrag ist in Form eines Musterausbildungsvertrages vom Kuratorium der Berufsakademie vorgegeben und nach §8 Abs. 1 Nr. 2 BAG zwingend anzuwenden. Sie sind sozialversichert und ihnen steht ein Jahresurlaub zu.
Während der gesamten Dauer der Ausbildung erhalten Studierende von Ihrem Ausbildungsunternehmen eine tariflich geregelte Vergütung von rund 600 bis 800 Euro. Dafür sind sie auch in den Semesterferien voll im Betrieb engagiert und werden kaum Zeit für zusätzliche Jobs haben.
Leistungen nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz BAFöG sind ebenfalls möglich, die Ausbildungsvergütung wird dabei allerdings angerechnet.
BA steht in diesem Zusammenhang für Berufsakademie, nicht zu verwechseln mit den neu eingeführten Bachelor (Ba.) Titeln!
Diplom-Wirtschaftsinformatiker/-innen (BA)
... entwickeln betriebliche Informationssysteme und organisieren den Einsatz moderner Informationstechnologien in und zwischen den Unternehmen. Diplom-Ingenieure/-innen (BA) Fachrichtung Informationstechnik
... realisieren vernetzte Gesamtlösungen für komplexe Software-Systeme und bewältigen die unterschiedlichsten Aufgaben im technischen Bereich. Diplom-Ingenieure/-innen (BA) Fachrichtung Medientechnik und Informationssysteme
... haben umfassende Kenntnisse in der Informations- und Multimediatechnik sowie der Gestaltungs- und Netzwerktechnik und schaffen beispielsweise Kommunikationslösungen zwischen vernetzten Informationssystemen und Multimedia-Technologien. Diplom-Informatiker/-innen (BA)
... sind durch ihre breite Wissensgrundlage in jeder Branche flexibel einsetzbar und für fast jeden Anwendungsfall gerüstet, in dem Problemlösungen durch fundierte Informatikkenntnisse gefragt sind.
Wer sich für einen dieser BA-Studiengänge bewerben möchte, sollte die allgemeine Hochschulreife oder die im gewählten Ausbildungsbereich entsprechend fachgebundene Hochschulreife besitzen (Fachhochschulreife genügt nicht). bereits einen Ausbildungsvertrag mit einer an der Berufsakademie beteiligten Ausbildungsstätte abgeschlossen haben.
Bewerber aus dem Ausland müssen zusätzlich folgende Nachweise erbringen:
Für die Vermittlung der Studieninhalte und die Berufsausübung ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Die Gleichwertigkeit des ausländischen Reifezeugnisses.
Karrierechancen in einem Wachstumsmarkt
Für die beständig zunehmenden Aufgaben in der IT-Branche steht bei einem enormen Bedarf an Fach- und Führungskräften zur Zeit nur eine geringe Anzahl qualifizierter Bewerber zur Verfügung. Deshalb haben in diesem Markt, der durch starkes Wachstum gekennzeichnet ist, qualifizierte Spezialisten hervorragende Karrierechancen.
Die Unternehmen haben mit den dualen BA-Studiengängen selbst die Initiative ergriffen, um ihren IT-Nachwuchs langfristig zu sichern. Der absehbare Bedarf an Fachkräften betrifft vor allem flexible und weit denkende IT-Fachingenieure, die Fähigkeiten zur Krisenbewältigung und Führungsqualitäten mitbringen.
Sichere Übernahme in den Ausbildungsbetrieb
Der Nutzen bei dieser Berufsausbildung besteht erstens im Diplom als Wirtschaftsinformatiker/-in (BA) oder Diplom-Ingenieur/-in (BA), das rechtlich bundesweit dem Fachhochschulabschluss gleichgestellt ist und innerhalb der Europäischen Union wie ein Hochschuldiplom anerkannt wird. Teilweise, beispielsweise in Dresden, setzt sich auch hier der Bachelorabschluss durch.
Zweitens schließt sich in der Regel an das abgeschlossene Studium direkt ein festes Anstellungsverhältnis beim Ausbildungsbetrieb an. Rund 92 Prozent der Absolventen haben zum Zeitpunkt der Diplom-Prüfungen schon einen Arbeitsvertrag unterschrieben.
Durch den hohen Praxisbezug der Ausbildung haben die Absolventen der Berufsakademien aber auch bei anderen Unternehmen die besten Chancen - und das zu Anfangsgehältern, die denen von Hochschulabsolventen voll entsprechen.