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Mit einem Besucherrekord ging am Sonntagabend die Games Convention 2006 zu Ende. 183.000 Besucher kamen in den vier Messetagen nach Leipziger und somit fast 50.000 mehr als im vergangenen Jahr. Das große Interesse an der führenden Spielemesse ist nur ein Zeichen für den Boom, den Computerspiele derzeit erleben.
So rechnet das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers mit einem Anstieg des weltweiten Marktvolumens um jährlich gut 11,4 %. Besonders dynamisch dürften sich die Verkäufe von Download-Spielen für Mobiltelefone, von Online-Spielen sowie die Umsätze mit Spielkonsolen entwickeln, während der PC-Bereich eher stagniert. Für Deutschland ist ein überdurchschnittliches Wachstum von jährlich 12,7 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar zu erwarten. Da Deutschland im internationalen Vergleich hinterherhinkt, ist das Potenzial entsprechend hoch. Das weckt Goldgräberstimmung und führt zu guter Stimmung in der Branche.
Entwickler werden gefördert
Als erstes Bundesland hat Hamburg auf den Zukunftsmarkt Games reagiert und ein Förderprogramm für die Entwicklung von Computerspielen aufgelegt. Bis Ende 2008 will der Senat der Zukunftsbranche mit insgesamt 1,1 Millionen Euro zu weiterem Wachstum verhelfen. Einzelne Projekte können demnach eine Fördersumme von bis zu 100.000 € in Form günstiger Darlehen erhalten. Die Vergabejury wird ab Oktober über die Vergabe der Mittel entscheiden, bewerben können sich Entwickler bereits jetzt für die Finanzspritze.
Erster Computerspiele-Professor ernannt
Auch in der Ausbildung für Spiele-Entwickler tut sich einiges. Die angebotenen Lehr- und Studiengänge schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Münchner Mediadesign-Hochschule hat kürzlich mit Dr. Axel Hoppe sogar den ersten deutschen Professor für Gamedesign ernannt. Dr. Hoppes Studienangebot spezialisiert sich auf die Entwicklung von Echtzeit-Computer- und Videospielen und schließt nach drei Jahren mit den staatlich anerkannten "Bachelor of Science" ab. Ab Herbst gibt es das Studienangebot, das monatliche 799 € kostet, auch in Berlin und Düsseldorf.
Arbeitsplätze entstehen
Es ist zu hoffen, dass durch die Ausbildungs- und Fördermaßnahmen auch Arbeitsplätze bei den zahlreichen deutschen Spieleherstellern entstehen und diese nicht weiter hauptsächlich im Ausland zu finden sind. Besonders gefragt sind in der Branche kreative Entwickler.
© StepStone, 2006
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