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In der deutschen Wirtschaft gibt es derzeit 43.000 offene Stellen für IT-Fachleute. Davon entfallen 18.000 Jobs auf die IT-Branche und 25.000 auf Wirtschaftszweige, in denen Informations- und Kommunikationstechnik zum Einsatz kommt. Das geht aus einer aktuellen Studie zur Beschäftigungssituation von IT-Experten hervor, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) aus Anlass des IT-Gipfels in Auftrag gegeben hat.
Grundlage ist eine repräsentative Umfrage des Instituts ARIS Umfrageforschung unter 600 ITK-Unternehmen und 800 Firmen anderer Branchen. „Die Jobperspektiven für IT-Fachkräfte sind so gut wie seit Jahren nicht mehr“, sagte Scheer bei der Präsentation der neuen Zahlen. 60 Prozent der IT-Unternehmen suchen zusätzliche Mitarbeiter, insbesondere hoch qualifizierte Software-Entwickler und IT-Manager.
„Das deutsche Bildungssystem kann den aktuellen Bedarf der Wirtschaft nach Fachkräften in vielen Bereichen nicht mehr decken“, sagte Scheer. „Die Reformen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik müssen deshalb konsequent fortgesetzt werden.“ Informations- und Kommunikationstechnologien seien Schlüsselfaktoren für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im 21. Jahrhundert.
IT-Fachleute dringend gesucht
Mehr als die Hälfte aller ITK-Unternehmen geben an, dass ein Mangel an IT-Fachkräften
herrscht. Bei drei Viertel der Unternehmen, die unter Fachkräftemangel
leiden, bremst der Personalengpass die Geschäftsentwicklung. Fast die Hälfte
sprechen von einem großen oder sehr großen Problem. Besonders betroffen sind
kleine und mittelständische Unternehmen. Große, international agierende
Unternehmen mit bekannten Markennamen haben es leichter, gute Leute zu finden. 70 Prozent der Firmen suchen
Programmierer. Es folgen mit
einigem Abstand IT-Manager und Projektmanager.
Hochschulabsolventen gefordert
Die Unternehmen stellen hohe Anforderungen an die Qualifikation der Bewerber. Fast
drei Viertel der Unternehmen verlangen für die gesuchten Positionen den Abschluss
einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie. Nur 27 Prozent fordern eine
Lehre in einem IT-Beruf oder eine geringere Qualifikation. Das heißt aber nicht, dass
die IT-Berufe nicht mehr gebraucht werden. 40 Prozent der Unternehmen bilden
selbst aus und können ihren Bedarf in diesen Berufsgruppen zum großen Teil durch
die Ausbildung im eigenen Haus decken. Hier zeigt sich übrigens ein Unterschied zu den Anwenderbranchen. Die Anwender
benötigen weniger hoch qualifizierte IT-Fachkräfte und sie suchen nach anderen
Berufsbildern. Hier stehen die IT-Administratoren deutlich an der Spitze, gefolgt von
den Software-Entwicklern.
Nicht gelöst ist die Frage, wie die Verfügbarkeit von Fachkräften in Zukunft verbessert werden kann. „Der Fachkräftemangel führt zu volkswirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe“, sagte Scheer. Ein Viertel der IT-Unternehmen mit offenen IT-Stellen mussten laut der Umfrage Aufträge ablehnen, weil sie keine geeigneten Mitarbeiter gefunden haben. Nach BITKOM-Schätzung kosten nicht besetzte Stellen die ITK-Industrie in diesem Jahr rund eine Milliarde Euro.
BITKOM, 2007
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